Fotografie, Internet, Lorca

…hier kommt einiges zusammen! Neulich Abends beim blättern auf Instagram wurde es ernst: In meiner Followerliste war doch tatsächlich jemand aus Lorca! Damit wurden die bisher unterhaltsamen Bilder, plötzlich zu Bildern der Zerstörung. Texte zu authentischen Gefühlsäußerungen eines Menschen der direkt betroffen ist. Das vorher fotografische Spiel wurde zur reinen Dokumentarfotografie mit biografischen Anmerkungen. Ein Setting, aus der schon so mache Ausstellungen konzipiert wurden. Jetzt kann man darüber diskutieren, ob ein Tat ohne die Absicht künstlerischen tuns Kunst ist. Umgekehrt aber gibt es immer wieder den Anspruch von künstlerischen Arbeiten engagiert und verändernd zu wirken. Legt man also den von Johannes Stüttgen genannten Anspruch von Kunst zu grunde: „Die Kunst ist zunächst einmal gar nicht dazu da, verstanden zu werden. Sie wendet sich an tiefere Seelenschichten. Da gibt es erstmal nichts zu verstehen, sondern zu erleben, zu erfahren, zu spüren“ [Interview mit dem WDR], so könnte man nun wiederum die Frage stellen: Ist das nicht der Ort der wirklichen Kunst? Ist alles andere nicht nur ein artifizielles Konstrukt?

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